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Forschung und Projekte

Docteur Kevin Gillmann

MIT ÜBER 50 WISSENSCHAFTLICHEN PUBLIKATIONEN SEIT 2018 HAT SICH DAS GLAUKOMFORSCHUNGSZENTRUM MONTCHOISI RASCH ZU EINEM DER AKTIVSTEN ZENTREN DER SCHWEIZ AUF DIESEM GEBIET ENTWICKIELT.

Ziel der Forschungsabteilung

Die Forschungsabteilung des Glaukomzentrums Lausanne betreibt Spitzenforschung mit dem Ziel der Entwicklung von bahnbrechenden, innovativen Techniken und Behandlungsformen, um das Glaukom besser diagnostizieren und behandeln und eines Tages heilen zu können.

Prof. Kaweh Mansouri - Facharzt FMH für Augenheilkunde und Augenchirurgie

eyeWatch

eyeWatch ist ein mikroskopisch kleiner Drainageschlauch, dervon der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) entwickelt wurde und in der Glaukomchirurgie zum Einsatz kommt. Mit diesem innovativen Gerät aus biokompatiblem Material kann der Augeninnendurck mittels eines Magnetventils kontrolliert werden. Durch die Einstellungen dieses Ventils lassen sich postoperative Komplikationen verringern, die mit bestimmten konventionellen Operationen verbunden sind. eyeWatch ist daher das erste Gerät weltweit, mit dem eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Glaukomoperation möglich wird. Fast drei Jahre nach der ersten eyeWatch-Implantation durch Professor Mermoud in der Clinique de Montchoisi in Lausanne verzeichnet das Produkt einen stetig wachsenden Einsatz und die internationalen Zeitschriften haben ihm bereits mehrere Artikel gewidmet. Die ersten Langzeitergebnisse haben die Aufmerksamkeit der Spezialisten in der Wissenschaftsgemeinde erregt. Ende 2019 hat eyeWatch die CE-Kennzeichnung (europäische Konformität) erhalten, die seine Vermarktung in Europa erlaubt. Diese Zertifizierung zeigt, dass die Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutznormen des Europäischen Wirtschaftsraums eingehalten werden. In der Schweiz besitzt die Clinique de Montchoisi das Exklusivrecht.

OCT FLEX

Dank grosszügiger Spenden konnte die Swiss Glaucoma Research Foundation das Bildgebungssystem OCT FLEX erwerben. Swiss Visio Montchoisi ist damit das dritte Zentrum weltweit, das mit diesem revolutionären System ausgestattet ist. Mit diesem Gerät kann ein völlig neues Bildgebungsverfahren, die Angiographie des Augenkammerwassers, durchgeführt werden. Diese an der Universität von Kalifornien (UCLA) entwickelte Untersuchung macht die Ableitungskanäle der intraokularen Flüssigkeit sichtbar. In Zukunft könnten Glaukomoperateure ihre Eingriffe gezielter durchführen und speziell an die Erkrankung jedes Patienten anpassen.

Eyemate-SC

Eyemate-glaucome-swissvisio-montchoisi-lausanne

Professor Mansouri hat im September 2019 als erster Operateur in der Schweiz bei Swiss Visio Montchoisi einen Sensor Eyemate-SC implantiert. Dieser intraokulare Sensor wird bei einem fitrationschirurgischen Eingriff zur Glaukombehandlung in die Lederhaut (Sklera) implantiert. Anschliessend kann mittels eines drahtlosen Lesegeräts eine kontinuierliche Fernmessung des Augeninnendrucks durchgeführt werden. Mit dieser neuen Technologie können die Patienten künftig ihren Augeninnendruck eigenständig zu Hause messen und ihrem Augenarzt ihre gesamten Messergebnisse mit einem Klick übermitteln.

Register INTEGRAL

Im Register INTEGRAL werden auf längere Sicht die anonymen klinischen Daten von Hunderten von Glaukompatienten zusammengefasst werden. Ziel der (auf 5 bis 10 Jahre angelegten) Longitudinalstudie ihrer Entwicklung mit oder ohne Behandlung ist die Erforschung der genetischen und umweltbedingten Risikofaktoren, die mit der Entstehung und dem Fortschreiten des Glaukoms verbunden sind. Mit dieser Studie haben wir auf längere Sicht die Möglichkeit, die Patienten besser zu beraten, sie über die mit ihrer Erkrankung verbundenen Risiken zu informieren oder die für ihren Fall am besten geeignete Behandlung zu empfehlen.

PERG

Das PERG oder «Pattern Electroretinogram» ist ein Verfahren zur Untersuchung der Funktion des Sehnervs, der die Sehinformationen vom Auge zum Gehirn übermittelt. Mittels Elektroden, die auf die Stirn und die Augenlider aufgesetzt werden, registriert dieses Gerät die von den Nervenzellen der Netzhaut ausgesendeten elektrischen Signale. So können Defizite der am stärksten vom Glaukom betroffenen Zellen nachgewiesen werden. Auf längere Sicht hätte dieses Gerät das Potenzial, Glaukome frühzeitiger zu erkennen. Wir führen zurzeit Untersuchungen seiner Wirksamkeit durch.

OCT-A

Die OCT-Angiographie ist eine nichtinvasive Methode, mit der das tiefe und das oberflächliche Gefässsystem der Netzhaut und des Sehnervs präzise sichtbar gemacht werden können. Dieses Gefässsystem ist vom Glaukom ebenso betroffen wie die Nervenfasern. Früher vermutete man, dass das Glaukom nur Auswirkungen auf die Nervenfasern hat. Mittels dieser Technologie werden wir die Ursachen des Glaukoms besser verstehen und in bestimmten Fällen präzisere Diagnosen stellen können.

TriggerFish

Diese in Lausanne erfundene «intelligente» Kontaktlinse misst den Augeninnendruck kontinuierlich über einen Zeitraum von 24 Stunden. Dies stellt eine grossartige Neuerung auf dem Gebiet der Glaukombehandlung dar. Damit lässt sich eine Druckkontrolle nicht nur auf der Basis eines einzigen Moments in der Praxis bewerten, sondern man erhält eine echte Gesamtübersicht der Werte im Verlauf des Alltags des Patienten. Es sind bereits mehrere vielversprechende Studien erschienen: Die Untersuchung der Druckschwankungen im Verlauf eines Tages könnte bald bestimmte traditionelle Untersuchungen ergänzen.

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