Grüner Star (Glaukom)

Das Glaukom ist eine schleichende, degenerative Erkrankung des Sehnervs und stellt die Hauptursache irreversibler Erblindung in der westlichen Welt dar. Sie ist im Allgemeinen durch einen erhöhten Augeninnendruck gekennzeichnet, der den Sehnerv zusammendrückt. Dadurch werden allmählich die Nervenfasern zerstört, welche die Netzhaut mit dem Gehirn verbinden. Die Gründe für die Erhöhung des Augendrucks sind bisher nicht bekannt.                
                
Wenn das Glaukom nicht rechtzeitig erkannt wird, führt es zu einer fortschreitenden, heimtückischen Verkleinerung des Gesichtsfelds, die der Patient häufig erst sehr spät bemerkt, sowie auf lange Sicht zum Verlust des Sehvermögens.                

Glaukomarten

  • Chronisches Glaukom                
  • Akutes Glaukom                
  • Refraktäres Glaukom

Glaukoma Symptome

Diese Krankheiten entwickeln sich oft, ohne Schmerzen oder Symptome zu verursachen, weshalb eine regelmäßige Untersuchung notwendig ist.

Symptome des Glaukoms

                
Diese Krankheiten entwickeln sich häufig, ohne Schmerzen oder Symptome hervorzurufen. Aus diesem Grund ist eine regelmässige Glaukomvorsorge erforderlich.

Glaukomvorsorge

Die einzige Möglichkeit, ein Glaukom frühzeitig zu erkennen, ist eine Kontrolle beim Augenarzt, die ab einem Alter von 40 Jahren alle drei Jahre empfohlen wird. Diese von Augenärzten durchgeführte Untersuchung ist schmerzlos und unschädlich und dauert etwa 20 Minuten. Mit einer Spaltlampe, die ein Lichtbündel aussendet, betrachtet der Arzt das Augeninnere. Anschliessend misst er den Augendruck und untersucht den Augenhintergrund. Dies ermöglicht eine sorgfältige Analyse des Sehnervs und der Netzhaut.

Glaukombehandlung 

Ziel der Glaukombehandlung ist die Verringerung des Augeninnendrucks (nicht zu verwechseln mit dem Blutdruck). Zur Senkung des Augeninnendrucks stehen drei Methoden zur Verfügung: Tropfen, Laser und Operation (Mikroinvasive Glaukomchirurgie – MIGS oder Filtrationschirurgie).

Ihr Augenarzt schlägt Ihnen die Methode vor, die nach seiner Einschätzung am besten geeignet ist, Ihr Sehvermögen so lange wie möglich zu erhalten, und der aktuellen Situation am besten gerecht wird.                
                
Glaukomoperation                
                
Die Glaukomoperation kann weder das Glaukom beseitigen noch die Sehfunktion verbessern oder irreversible Schädigungen durch das Glaukom beheben. Ihr Ziel ist die Senkung des Augeninnendrucks durch Schaffung eines alternativen Drainagekanals, um die Entwicklung des Glaukoms zu verlangsamen oder zum Stillstand zu bringen.

  • Filtrationschirurgie: Bei der Filtrationschirurgie wird eine Drainage zwischen der Vorderkammer und dem skleralen oder subkonjunktivalen Raum hergestellt. In bestimmten Fällen kann der Einsatz von mechanischen Vorrichtungen (Implantaten) oder chemischen Mitteln zur Erleichterung der Filtration erforderlich sein. Es sind zwei anerkannte Verfahren vorhanden: Bei der Trabekulektomie wird eine Aussparung in das Trabekelwerk geschnitten, was die Eröffnung des Auges während des Eingriffs erfordert. Bei der tiefen Sklerektomie wird nur der äussere Teil des Trabekelwerks ausgeschnitten, ohne dass das Auge eröffnet werden muss.
  • Operation mit Baerveldt-Implantat: Bei der Operation wird ein Abschnitt in der Sklera (Lederhaut – «Weisses» im Auge) eröffnet, um dort ein Baerveldt-Implantat einzusetzen. Hierbei handelt es sich um einen Silikonschlauch, mit dem Augenwasser von der Vorderkammer (Teil des Auges zwischen der Hornhaut und der Iris) in die Augenhöhle hinter dem Auge abgeleitet werden kann. Der Schlauch ist mit einer ebenfalls aus Silikon bestehenden Fussplatte verbunden. Das Besondere dieser Platte: Sie ist so gekrümmt, dass sie leicht auf den Augapfel gesetzt werden kann. Diese Fussplatte wird hinter dem Auge befestigt. Auf diese Weise kann Augenwasser in die Augenhöhle abgeleitet werden.
  • eyeWatch: eyeWatch wurde in Lausanne gemeinsam von dem Start-up Rheon Medical und Doktor André Mermoud entwickelt. Es handelt sich um eine mikroskopisch kleine Vorrichtung, die direkt in das Augen implantiert werden kann. Sie ist mit einem winzig kleinen Wasserhahn mit Fernregelung durch eine Magnetplatte vergleichbar. Bei der Behandlung des refraktären Glaukoms kann damit die Flüssigkeitsmenge in dem von dem Glaukom betroffenen Auge kontrolliert werden. 

Für die Wahl der Art des Eingriffs kommen Kriterien zur Anwendung, die mit Ihrem Glaukom verbunden sind. Diese kann nur Ihr Augenarzt beurteilen.

Warum Swiss Visio?

Aufgrund der Zahl der Publikationen gehört Swiss Visio zu den grössten Glaukomzentren Europas. Hier sind die grössten Spezialisten dieses Fachgebiets tätig. Dank seines innovativen Forschungszentrums profitiert das Zentrum ausserdem von den neuesten Fortschritten in der Diagnose und Behandlung des Glaukoms.