Hornhauterkrankungen

Die Hornhaut ist der transparente, gewölbte Teil des vorderen Auges, der die Iris und die Pupille bedeckt und die Rolle einer natürlichen Linse spielt. 


Sie kann von verschiedenen Krankheiten betroffen sein, die im Allgemeinen durch Viren oder Bakterien hervorgerufen werden und ihre Transparenz gefährden. 

  • Unter dem Begriff Abrasio corneae werden alle Verletzungen (Schrammen, Schnitte, Kratzer) des Epithels, der äusseren Hornhautschicht, zusammengefasst.  
  • Unter Hornhauterosion versteht man den Verlust des Epithels. Dieser tritt gewöhnlich auf, wenn ein Objekt die Augenoberfläche berührt (Kontaktlinsen, Zweig, Finger), im Auge verbleibt (Staub, Glasscherbe) oder mit Wucht darauf trifft (Ball, Tennisball).
  • Keratitis ist eine Entzündung der Hornhaut, die – insbesondere bei Kontaktlinsenträgern – häufig durch eine Bakterieninfektion hervorgerufen wird.
  • Der Keratokonus ist eine fortschreitende Deformation der Hornhaut. Sie wird dünner, verliert ihre Kugelform und nimmt eine unregelmässige Kegelform an. Diese Krankheit führt zu Sehstörungen und tritt im Allgemeinen bei jungen Erwachsenen auf.
  • Die Fuchs-Dystrophie ist eine fortschreitende Krankheit, die eine vorzeitige Alterung der Hornhautzellen und dadurch einen Verlust der Transparenz der Hornhaut bewirkt.

Symptome der Hornhauterkrankungen

Die Hornhaut ist der transparente, gewölbte Teil des vorderen Auges. Sie kann von verschiedenen Krankheiten betroffen sein, die durch Viren oder Bakterien verursacht werden.

Behandlung der Hornhauterkrankungen


Als nichtinvasive Therapien stehen Tropfen (Mittel zur Augenbefeuchtung oder künstliche Tränen), Augensalben oder Augenpflaster zur Verfügung. Bei einer Infektion werden Antibiotika oder antivirale Medikamente zur Behandlung des Keims verordnet, der die Infektionsursache darstellt.
 
Wenn nichtinvasive Behandlungen die Krankheit nicht mehr zum Stillstand bringen können, wird eine Hornhauttransplantation (Keratoplastik) empfohlen. Ziel der Behandlung ist, den erkrankten Teil des Auges durch gesundes Gewebe eines Spenders zu ersetzen. Die Hornhauttransplantation kann auf zwei Arten durchgeführt werden:

 

  • Komplett (transfixierend): vollständiger Ersatz der zentralen Hornhaut.
  • Partiell (lamellär): falls nur ein Teil der Hornhautschichten betroffen ist. 

Nach der Operation besteht das Risiko der Abstossung des Transplantats, die bei etwa einem von zehn Fällen auftritt. 

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